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Das Projekt geht weiter!

Wir freuen uns, dass die Clearing-Projektreihe in den Jahren 2026 und 2027 fortgeführt wird – weiterhin gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung. Auf CleaRNetworking (2023-2025) folgt Clear Vision.

Ziel des von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderten Projekts Clear Vision (2026–2027) ist es, eine demokratische Schulkultur an den teilnehmenden Schulen zu stärken und schulische Radikalisierungsprävention ganzheitlich zu verankern. Dazu gehören die Stärkung von Partizipationsmöglichkeiten für Schüler:innen, der Aufbau tragfähiger Beziehungen zwischen schulischem Personal und Schüler:innen, die Entwicklung pädagogischer Austauschformate zu jugendrelevanten Themen sowie ein systematischer, sensibler Umgang mit Hinweisen auf Radikalisierung.

Umgang mit Hinweisen auf Radikalisierung in der Schule: Das Clearing-Verfahren

Clear Vision setzt sich ein für:

Clear Vision versteht schulische Radikalisierungsprävention als Teil einer gelebten demokratischen Schulkultur. Demokratie ist kein Zusatz zum Unterricht, sondern zeigt sich im Alltag der Schule: in Partizipationsmöglichkeiten für Schüler:innen, im Umgang mit Konflikten, in tragfähigen Beziehungen zwischen schulischem Personal und Schüler:innen sowie in der Entwicklung pädagogischer Austauschformate zu jugendrelevanten Themen.

Schulische Radikalisierungsprävention ist dann am wirksamsten, wenn sie systematisch und sensibel erfolgt. Deswegen brauchen Schulen klare Zuständigkeiten und Routinen. Clear Vision versteht Radikalisierung phänomenübergreifend: im Blick sind alle Formen von Demokratie- und Menschenfeindlichkeit – ob politisch, religiös oder weltanschaulich begründet.

Clear Vision ermutigt Schulen, Kontroversität aktiv zu gestalten. In einer pluralistischen Schule gehört es zur demokratischen Praxis, unterschiedliche Ansichten und Verhaltensweisen auszuhalten – gerade dann, wenn sie den eigenen Überzeugungen widersprechen. Gleichzeitig steht Clear Vision klar für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde. Pädagogisches Handeln bedeutet nicht Neutralität gegenüber demokratiefeindlichen oder menschenverachtenden Positionen. Schulisches Personal darf und soll diesen widersprechen – ohne den pädagogischen Zugang zu Personen zu gefährden.

Im Zentrum erfolgreicher Präventionsarbeit steht eine vertrauensvolle Beziehung zwischen schulischem Personal und Schüler:innen. Clear Vision verfolgt einen bedürfnisorientierten Ansatz und setzt auf beziehungsbasierte pädagogische Arbeit statt auf Sanktionen oder Restriktionen. Radikalisierung verstehen wir als Reaktion auf unerfüllte Bedürfnisse wie Anerkennung, Zugehörigkeit, Selbstwirksamkeit oder Sicherheit. Prävention bedeutet, diese dahinterliegenden Bedürfnisse zu erkennen und pädagogisch zu bearbeiten.

Clear Vision blickt nicht defizit-, sondern ressourcenorientiert auf Schüler:innen. Individuelle Interessen und Potenziale zu erkennen und zu fördern, kann Selbstwert, Zukunftsperspektiven und demokratische Teilhabe stärken – und präventiv gegen radikalisierende Ansprachen wirken. Ressourcenorientierung kann die Einbindung in schulische oder außerschulische Angebote bedeuten, etwa Sportvereine, Musik- oder Theatergruppen, ehrenamtliches Engagement oder berufliche Orientierung. Perspektivlosigkeit gilt als ein zentraler Risikofaktor für Radikalisierung – ihr pädagogisch zu begegnen ist Teil präventiver Arbeit.

Die Lebenswirklichkeiten junger Menschen sind geprägt von gesellschaftlichen Konflikten, politischen Debatten, digitalen Öffentlichkeiten und Identitätsfragen. Clear Vision setzt sich dafür ein, dass Schule diese Realitäten aufgreift und Fragen, die junge Menschen beschäftigen, Raum gibt – Fragen nach Zugehörigkeit, Ungleichheit, Religion, Geschlecht und gesellschaftlichen Konflikten. Dafür braucht es Räume, Zeit und pädagogische Formate.

Der Umgang mit menschenverachtenden, demokratiefeindlichen oder gewaltverherrlichenden Äußerungen stellt schulisches Personal vor große Herausforderungen. Clear Vision setzt hier auf konstruktive Kommunikation statt auf moralische Abwertung, Eskalation oder Gesprächsabbruch. Ziel ist es, Aussagen und Personen zu trennen, empathisch zu reagieren, ohne Zustimmung zu signalisieren, und emotionale Bedürfnisse hinter problematischen Äußerungen sichtbar zu machen. Durch eine dialogorientierte Haltung wollen wir Gesprächsräume offenhalten.

Unser schulisches Netzwerk

Weiterbildungsdurchgänge
1

Weiterbildungsdurchgänge seit 2021

Netzwerktreffen
1

8 je zweitägige analoge Netzwerktreffen mit teilnehmenden Schulen zwischen 2022 und 2025

Bundesländer
1

Teilnehmende Schulen aus 12 Bundesländern
(Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bremen, Hamburg, Hessen, Berlin, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Bayern, Baden-Württemberg)

teilnehmende
1

teilnehmende Schulen seit 2016

Multiplikator:innen
1

weitergebildete Multiplikator:innen

Seit
1

externe Evaluation unserer Weiterbildungs- und Netzwerkarbeit seit 2020 durch die ArtSet FBB GmbH